Patentierbarkeitsrecherche.
Prüft den weltweiten Stand der Technik daraufhin, ob eine neue Erfindung schutzfähig ist — eine andere Frage als die, ob ein Produkt fremde Patentrechte berührt.
Mehr erfahrenSie stehen vor einer Produkteinführung, einer Serienfertigung, dem Eintritt in einen neuen Markt oder einer Investitionsentscheidung und müssen wissen, ob Ihr Produkt unter die Ansprüche eines in Kraft stehenden fremden Patents fallen könnte. Eine Freedom-to-Operate-Recherche (FTO) deckt dieses Risiko auf, bevor eine wirtschaftliche Belastung entsteht. Intepat erstellt eine FTO-Stellungnahme auf Anspruchsebene: Sie benennt die einschlägigen, in Kraft stehenden Patente, gleicht deren Ansprüche mit den Merkmalen des Produkts ab, stuft das Verletzungsrisiko ein und empfiehlt praktikable Reaktionen. Jede Stellungnahme wird von zugelassenen indischen Patentanwälten geprüft und freigegeben.
FTO-Prüfung anfragenEine FTO-Recherche ist weder eine Bewertung des Rechtsbestands noch eine Freigabegarantie. Sie ist eine strukturierte Risikoeinschätzung und beantwortet die Fragen, die ein Geschäftsteam vor dem Handeln braucht:
Greift ein in Kraft stehender Patentanspruch auf das Produkt?
Die Recherche ermittelt Patente im einschlägigen technischen Feld und vergleicht deren unabhängige Ansprüche merkmalsweise mit den Merkmalen des Produkts.
Sind die ermittelten Patente noch durchsetzbar und wirtschaftlich relevant?
Ein Patent, dessen Anspruch auf ein Produkt greift, kann durch aktenkundigen Stand der Technik eingeschränkt, wegen unterbliebener Gebührenzahlung gefährdet oder kurz vor dem Ablauf sein. Die Analyse hält Umstände zu Rechtsbestand und Status fest, die das Gewicht des jeweiligen Anspruchs beeinflussen.
Welche Möglichkeiten bestehen bei einem erkannten Risiko?
Die Stellungnahme benennt die verfügbaren Reaktionen: eine Umgehungslösung, die Ansprache zur Lizenzierung, ein Angriff auf den Rechtsbestand oder die bewusste Inkaufnahme eines kalkulierten Risikos.
Lässt sich das Produkt so ändern, dass das Risiko sinkt oder entfällt?
Stellt ein Anspruch ein erhebliches Risiko dar, prüft die Analyse anhand der Anspruchsmerkmale und der Produktarchitektur, ob eine Umgehungslösung möglich erscheint. Für Teams, die noch entwickeln, ist das häufig das wirtschaftlich wertvollste Ergebnis.
Vor Produkteinführung oder Markteintritt.
Eine FTO-Recherche vor der Vermarktung verschafft dem Team Zeit, auf erkannte Risiken zu reagieren. Eine Recherche nach der Einführung dokumentiert vor allem die Risikolage zu diesem Zeitpunkt.
Vor größeren Investitionen oder Fertigungszusagen.
Investitionen in Werkzeuge, Produktion oder den Aufbau von Lieferketten lassen sich schwer rückgängig machen, wenn ein Risiko spät auffällt.
Vor einer Investoren-Due-Diligence oder Finanzierungsrunde.
Investoren und ihre Beratung fragen regelmäßig, ob das Produkt frei von fremden Patentrechten ist. Eine vorliegende FTO-Stellungnahme liefert die sachliche Grundlage für diese Zusicherung.
Vor Lizenzverhandlungen oder bei Ansprüchen von Wettbewerbern.
Hält ein Wettbewerber oder eine nicht produzierende Einheit ein bekanntes Patent, oder stehen Lizenzgespräche an, klärt eine gezielte FTO-Recherche die tatsächliche Betroffenheit und die Reichweite des Anspruchs.
Vor Export-, Import- oder OEM-Vereinbarungen.
Patentrisiken können im Herstellungs-, Einfuhr-, Verkaufs- oder Nutzungsland entstehen. Große Abnehmer und regulierte Branchen verlangen zudem oft die Zusicherung, dass ein geliefertes Produkt für sie kein fremdes Patentrisiko begründet.
Anders als eine Patentierbarkeitsrecherche, die den Stand der Technik gegen eine neue Erfindung prüft, richtet sich eine FTO-Recherche auf durchsetzbare Patentansprüche, die eine wirtschaftliche Tätigkeit im Zielland einschränken können. Die Recherche läuft in vier Stufen:
Stufe 1: Technische Abgrenzung.
Das Produkt oder Verfahren wird in einzelne technische Merkmale zerlegt. Jedes Merkmal wird in Klassifikationssymbole und Suchbegriffe übersetzt, die daran ausgerichtet sind, wie Patente in diesem Feld beansprucht werden — nicht daran, wie das Produkt vermarktet wird.
Stufe 2: Patentrecherche.
Eine strukturierte Recherche erfasst die in jedem angegebenen Land erteilten und in Kraft stehenden Patente, unter Nutzung von Orbit Intelligence, Derwent Innovation, PatSnap und der jeweiligen nationalen Amtsdatenbank. Abgelaufene Patente und aufgegebene Anmeldungen bleiben bei der Risikoeinstufung außer Betracht, können aber für den technischen Zusammenhang oder die Bewertung des Rechtsbestands vermerkt werden. Die Prüfung der Patentfamilien deckt aktive Parallelanmeldungen, Fortsetzungs- und Teilanmeldungen sowie nationale Phasen auf.
Stufe 3: Anspruchsabgleich.
Die ermittelten Patente werden auf Anspruchsebene geprüft. Jeder unabhängige Anspruch wird den Merkmalen des Produkts gegenübergestellt. Greift ein Anspruch auf das Produkt, werden die abhängigen Ansprüche auf Rückfallpositionen untersucht.
Stufe 4: Risikoeinstufung und Stellungnahme.
Jedes Patent mit möglichem Risiko wird nach Anspruchsreichweite, Patentstatus, Verfahrensverlauf und aktenkundigem Stand der Technik zum Rechtsbestand bewertet. Die Risiken werden als hoch, mittel oder gering eingestuft. Die schriftliche Stellungnahme fasst die Ergebnisse zusammen und benennt die empfohlene Reaktion auf jedes erkannte Risiko.
Sie erhalten eine strukturierte schriftliche FTO-Stellungnahme, erstellt von den Patentanalystinnen und -analysten von Intepat und geprüft von zugelassenen indischen Patentanwälten. Sie enthält:
Eine FTO-Stellungnahme bindet weder ein Gericht noch ein Patentamt. Über den Rechtsbestand entscheidet das zuständige Gericht oder Amt; eine FTO-Stellungnahme kann Zweifel am Rechtsbestand anhand aktenkundigen Stands der Technik und des Verfahrensverlaufs benennen, diese Einschätzung ist aber nicht abschließend.
Wird in einem bestimmten Land eine förmliche Stellungnahme zu Nichtverletzung, Rechtsbestand oder regulatorischen Fragen benötigt, kann die Prüfung durch eine örtliche Vertretung erforderlich sein. Ändert sich das Produkt nach Erstellung der Stellungnahme wesentlich, erstreckt sich die Analyse ohne ergänzende Prüfung nicht auf diese Änderungen. Wird ein blockierendes Patent ermittelt, kann eine Nichtigkeitsrecherche klären, ob Stand der Technik existiert, um dieses Patent anzugreifen oder einzuschränken.
Geht es um die Frage, ob eine neue Erfindung schutzfähig ist, ist die Patentierbarkeitsrecherche die passende Leistung. Für einen Überblick über das Patentfeld auf Portfolioebene ist die Patentlandschaftsanalyse der richtige Ausgangspunkt.
Umfang der FTO-Recherche besprechenFTO-Recherchen führen Patentanalystinnen und -analysten mit technischem Hintergrund in Maschinenbau und Fertigung, Elektrotechnik und Elektronik, Software und Hardware, Chemie und Pharmazie sowie Biotechnologie durch. Aus der Verfahrenspraxis in indischen und internationalen Patentsachen bringt das Team denselben analytischen Blick mit, der in der Prüfung angelegt wird: auf Anspruchsreichweite, Einschränkungen aus dem Verfahrensverlauf, Änderungsmuster und Durchsetzungsrisiken.
Jede Stellungnahme prüfen zugelassene indische Patentanwälte. Bei einer auf Indien bezogenen FTO-Analyse erfassen wir Herstellung, Einfuhr, Verkauf, Anbieten zum Verkauf und Benutzung als Verletzungshandlungen nach indischem Patentrecht. Bei länderübergreifenden Analysen stimmen wir uns mit der ausländischen Vertretung des Mandanten oder, soweit erforderlich, mit unserem Netz von Korrespondenzanwälten ab.
Sämtliche für das Mandat übermittelten Produkt- und Geschäftsangaben behandeln wir ab Eingang vertraulich; vor jedem Mandat läuft eine Interessenkollisionsprüfung. Für eine erste Abgrenzung genügen eine Produktbeschreibung, die wesentlichen technischen Merkmale, die Zielländer und etwaige bekannte Wettbewerberpatente.
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